Fachtagung Kinderwelten 2

Posted by: | Posted on: August 18, 2016

Einladung für Menschen, die mit kleinen Kindern leben und arbeiten;
und auch für Eltern und Grundschullehrkräfte

am 9.9.2016
von 13.15 – 18.00 Uhr
in der Linsingen Kaserne, 31785 Hameln, Süntelstraße

Vortrag: Ista Institut Berlin, Kinderwelten

Das Ista forscht und berät zu inklusiven Konzepten im frühkindlichen Bereich. Dabei werden Strukturen von Urteilen und Vorurteilen werden aufgezeigt. Ihr Einfluss auf die Entwicklung im Leben von Kinder wird dargestellt und Handlungsansätze zur möglichen Veränderung entwickelt.

Veranstalter: Forum Inklusion im Landkreises Hameln-Pyrmont

Das Forum Inklusion besteht seit 2011. Es bietet Menschen aus vielen Gesellschaftsfeldern die Möglichkeit ihre Stimme für die Inklusion einzusetzen und so Anregungen zur inklusiven Wandlung der Gesellschaft zu geben.

 

Anmeldungen werden bis zum 07.09.2016 erbeten an:
Annette Hergaden, Lönsstr. 6, 31787 Hameln,
annette.hergaden@t-online.de, tel. 05151 / 26456

Programm – Fachtagung Kinderwelten 2

  • 13.15 Begrüßung mit kleinem Imbiss
  • 13.45 Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung
    Einführung in den Ansatz als inklusives Praxiskonzept
  • 14.45 Pause – Klönen – Verdauen – Auftanken
  • 15.15 Workshops
  • 17.30 Abschluss mit Ergebnissen aus den Workshops

Workshop 1

Aspekt Gender im Rahmen Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung
Berit Wolter – Schwerpunkt Soziale Arbeit zur Geschlechterpädagogik

Geschlechterreflektierte Pädagogik ist ein anspruchsvolles Vorhaben für Kitas: Benachteiligungen auf Grund des Geschlechts werden einerseits seit vielen Jahren thematisiert und man sieht nicht unbedingt Handlungsbedarf. Gleichzeitig nutzen Werbung, Medien, Spielzeug- und Kinderbekleidungsindustrie auch aktuell außerordentlich stereotype Einordnungen von Jungen und Mädchen und beeinflussen die Gender-Bilder von Kindern und Erwachsenen. Hinzu kommen Themen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Sich dies bewusst zu machen, ist ein Teil inklusiver, vorurteilsbewusster Praxis. Der Workshop lädt ein, Grundlagen und Praxis der Inklusion mit dem Blick auf Gender zu vertiefen und eigene Erfahrungen und Ideen mit genderbewusster Arbeit auszutauschen.

Workshop 2

Methode: Meine Sprachen und deine Sprachen – Etikettierungsmethode
Andrea Rösner – Ethnologin am Ista

Mehrsprachigkeit ist auf dem Globus der Normalfall – entgegen aller Ideologien, die von Einsprachigkeit ausgehen. Sie ist eine soziale Tatsache, nicht nur in Gruppen, sondern auch individuell. Unsere Begegnung mit Sprachen ist ein sehr persönlicher Prozess. Die Erfahrungen zeigen damit einen Ausschnitt gesellschaftlicher Realität, insbesondere bei der Bewertung von Personen, die sie sprechen. Diskriminierung verläuft entlang von Sprache. Einige Sprachen gibt es, die besonders diskriminiert, ausgegrenzt oder gar verboten werden. Kinder sprechen auf dem Pausenhof nicht in ihrer Muttersprache, um nicht als Fremde erkannt zu werden. Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigene Praxis des Etikettierens und machen sich bewusst, was das Verhalten mit den so bezeichneten Kindern macht. Dann schauen wir uns Alternativen zu Etikettierungen an durch Techniken der Beschreibung statt der Zuschreibung.





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